Fleisch mit einem Vakuumierer in 20 Minuten marinieren

Fleisch mit einem Vakuumierer in 20 Minuten marinieren

Stellen Sie sich vor, Sie planen spontan eine Grillparty, aber das Fleisch liegt noch ungewürzt im Kühlschrank. Vergessen Sie das Marinieren über Nacht. Mit einem modernen Vakuumierer und seinem Marinierprogramm gelangt der Geschmack der Gewürze innerhalb von nur 20 Minuten tief in das Fleisch. Wenn Ihr Gerät über kein solches Programm verfügt, verkürzt normales Vakuumieren die Marinierzeit auf 1 bis 3 Stunden. Der Unterdruck erledigt die schwere Arbeit für Sie und zaubert unglaublich saftige Steaks.

Schauen wir uns an, wie dieser Blitzzauber funktioniert. Außerdem finden Sie in diesem Artikel ein tolles Rezept für eine schnelle Honig-Senf-Marinade, mit der Sie am Tisch garantiert punkten werden!

 

Wie funktioniert das Vakuum-Marinieren?

 

Traditionelles Marinieren braucht Zeit, denn die Marinade dringt nur sehr langsam in das Fleisch ein. Wenn Sie das Fleisch jedoch zusammen mit der Marinade vakuumieren, geschieht ein kleines physikalisches Wunder. Durch das Absaugen der Luft entsteht ein Unterdruck, der die Muskelfasern entspannt und die Poren öffnet.

 

Wenn Sie das Fleisch klassisch in einem Vakuumbeutel vakuumieren, hält der Unterdruck die Poren geöffnet und die Marinade wird schneller aufgenommen – statt eines ganzen Tages reichen 1 bis 3 Stunden.

Wenn Ihr Vakuumierer jedoch über ein spezielles Marinierprogramm verfügt, saugt das Gerät abwechselnd Luft ab und lässt sie wieder einströmen. Dadurch wird das Fleisch in der Marinade gewissermaßen aktiv massiert. Die Poren öffnen und schließen sich wiederholt, sodass das Fleisch bereits nach nur 20 Minuten perfekt gewürzt ist.


Klassisches Marinieren vs. Vakuum-Marinieren

 

Damit Sie den Unterschied auf einen Blick sehen können, haben wir für Sie einen kurzen Vergleich der beiden Methoden vorbereitet:

 

Klassisches Marinieren Marinieren im Vakuum Marinierprogramm
Zeitaufwand Mindestens 12 bis 24 Stunden im Kühlschrank 1 bis 3 Stunden bei Zimmertemperatur Nur 20 bis 30 Minuten
Geschmacksaufnahme Der Geschmack bleibt überwiegend an der Oberfläche des Fleisches Die Gewürze dringen tief in die Struktur des Fleisches ein Abwechselndes Absaugen und Einlassen von Luft (aktive Massage)
Marinadenverbrauch Sie benötigen viel Öl, damit das Fleisch vollständig bedeckt ist Nur wenige Esslöffel, die Marinade verteilt sich im engen Beutel Nur wenige Esslöffel, die Marinade zirkuliert aktiv im Behälter
Saftigkeit Durchschnittlich, das Fleisch kann austrocknen Hoch, der Unterdruck hält die Säfte in den Fleischfasern Maximal, die Fasern werden durch wiederholtes Zusammendrücken optimal gelockert

 

So gelingt das schnelle Marinieren

 

Die Vorbereitung ist denkbar einfach. Befolgen Sie einfach diese bewährte Vorgehensweise:

  1. Fleisch vorbereiten
    Das Fleisch in Scheiben schneiden und vorsichtig mit einem Küchenpapier trocken tupfen.
  2. Weniger Öl verwenden
    Die Marinade zubereiten, dabei jedoch sparsam mit Öl umgehen. Unter Vakuum benötigen Sie deutlich weniger Öl als normalerweise.
  3. Vakuumieren
    Das Fleisch zusammen mit der Marinade in einen Vakuumbeutel oder einen Vakuumbehälter geben, z. B. den ETA Vital Box.
  4. Schnell marinieren
    Wenn Ihr Vakuumierer über ein Marinierprogramm verfügt, starten Sie dieses und lassen Sie das Fleisch 20–30 Minuten marinieren.
    Wenn Ihr Gerät kein solches Programm hat, lassen Sie das Fleisch 1 bis 3 Stunden im Vakuumbeutel.


Worauf sollten Sie achten?

 

Vorsicht bei säurehaltigen Zutaten. Wenn Ihre Marinade viel Zitronensaft, Essig oder Wein enthält, sollten Sie das Fleisch nicht zu lange unter Vakuum lassen. Säuren wirken unter Unterdruck nämlich besonders schnell und können die Struktur des Fleisches zu stark verändern.

Bei Verwendung des Marinierprogramms reichen genau 20 Minuten aus und das Fleisch wird perfekt. Beim herkömmlichen Vakuumieren im Beutel empfehlen wir dagegen, eine Stunde nicht zu überschreiten, damit die Säuren die Struktur des Fleisches nicht zu stark beeinträchtigen.


Spezielles Marinierprogramm

 

Wenn Sie häufig marinieren, lohnt es sich, nach einem Vakuumierer mit einem speziellen Marinierprogramm Ausschau zu halten, wie beispielsweise dem ETA Aspira Pro.

Dieses Modell verfügt über einen Mariniermodus, bei dem über mehrere Minuten hinweg abwechselnd Luft aus dem Vakuumbehälter abgesaugt und wieder hineingelassen wird. Dadurch wird das Fleisch in der Marinade praktisch „massiert“, die Poren öffnen und schließen sich wiederholt und Sie erhalten noch schneller und völlig mühelos perfekt mariniertes Fleisch.


Rezept: Schweinefilet mit Honig-Senf-Marinade aus dem Vakuumierer

 

Dieses Rezept ist der ideale Test für Ihren Vakuumierer. Sie werden sehen, dass selbst dieses zarte Fleisch innerhalb von nur 20 Minuten ein intensives Aroma erhält, für das Sie normalerweise bis zum nächsten Tag warten müssten.


4 Portionen

20 Minuten (aktive Arbeitszeit) + 20 Minuten Marinierzeit

 

Zutaten

 

  • 600 g Schweinefilet (oder Schweinenacken), in dickere Scheiben geschnitten (ca. 2,5 cm)
  • 2 EL Dijon-Senf
  • 1 EL flüssiger Honig
  • 2 EL Olivenöl
  • 3 Knoblauchzehen
  • 2 Zweige frischer Rosmarin oder Thymian, fein gehackt
  • Salz und frisch gemahlener Pfeffer nach Geschmack

 

Zubereitung

 

  1. Das Fleisch in Scheiben schneiden, vorsichtig mit einem Küchenpapier trocken tupfen und von beiden Seiten salzen und pfeffern.
  2. In einer Schüssel Senf, Honig, Olivenöl, gepressten Knoblauch und die gehackten Kräuter gründlich miteinander vermischen.
  3. Das Fleisch mit der Marinade bestreichen und in einen Vakuumbeutel oder einen Marinierbehälter geben.
  4. Die Luft absaugen und das Fleisch 20 bis 30 Minuten bei Raumtemperatur ruhen lassen.
  5. Das Fleisch aus dem Beutel nehmen und auf einem heißen Grill oder in einer heißen Pfanne braten, etwa 3–4 Minuten pro Seite.